Bischofswerda verzichtet auf Aufstieg

Der Oberliga-Meister Bischofswerdaer FV hat überraschend beschlossen, auf den Aufstieg in die Regionalliga Nordost zu verzichten. Somit hat der VFC Plauen als Zweitplatzierter nun die Chance aufzusteigen.

Der Präsident des Bischofswerdaer FV, Andreas Bascha, bestätigte diese Entscheidung am Mittwochmorgen (12. Juni 2024) gegenüber SPORT IM OSTEN. Diese Entscheidung fiel dem Verein nicht leicht und war lange umstritten, wodurch sie sich verzögerte und allen Beteiligten schlaflose Nächte bereitete.

Wirtschaftliche und infrastrukturelle Gründe waren ausschlaggebend für den Verzicht. Bascha erklärte, dass die uneingeschränkte Nutzung der Heimspielstätte, die der Nordostdeutsche Fußballverband fordert, nicht gewährleistet werden könne. Der Wesenitzsportpark wird von mehreren Vereinen genutzt, sodass keine exklusive Verfügbarkeit gegeben ist. Auch die alternative Spielstätte, die Volksbank-Arena, erfüllt nicht die Anforderungen der Regionalliga, insbesondere fehlen ausreichendes Flutlicht und Sicherheitszonen für Gästefans. Der Verein plant nun, zusammen mit der Stadt und dem Präsidium, die besten Optionen für eine zukunftsfähige Regionalliga-taugliche Spielstätte zu prüfen.

Bascha betonte, dass der Fokus nicht nur auf der Männermannschaft, sondern auf dem gesamten Verein liegt. Die Mannschaft wurde über die Entscheidung informiert und zeigte sich enttäuscht, aber der Zusammenhalt bleibt stark. Es wird nicht erwartet, dass Spieler den Verein verlassen, da keiner von ihnen einen anderen Vertrag hat.

Trainer Frank Rietschel, der seit 2021 beim BFV ist, bleibt ebenfalls an Bord und zeigte Verständnis für die Entscheidung. Er betonte, dass der Verein im Mittelpunkt stehe und dass die Mannschaft bereit gewesen wäre, in die Regionalliga aufzusteigen. Rietschel hätte sich auch vorstellen können, die nötige A-Lizenz zu erwerben, die für die Regionalliga erforderlich ist.

In der nächsten Saison wird Bischofswerda auf seinen bisherigen Co-Trainer Robert Koch treffen, der zum VfB 1921 Krieschow wechselt. Koch, ein ehemaliger Dynamo-Profi, tritt dort die Nachfolge von Toni Lempke an und will als Cheftrainer Erfolge feiern.

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